Theater Nikolassee

Theater Nikolassee

Saison 2003, Der Butler und die Elfe

Elvira, die Nichte der von Wechtenbrechts, findet bei einem Spaziergang im Wald den Zauberstab einer Elfe. Aber da es sich hier nicht um ein Märchen handelt, glaubt ihr das natürlich keiner, außer dem Butler Johann, der zufällig auch im Raum ist, als die Elfe klingelt, auf der Suche nach ihrem Zauberstab. Und wie es sich für eine Elfe gehört, bedankt sie sich bei Elvira, indem sie jedem der Hausbewohner einen Wunsch erfüllt. Nur leider passiert ihr der „kleine“ Lapsus, dass sie Elvira in den Schlaf zaubert, bevor sie sie über dieses Wunschgeschenk aufklären kann. So passiert es, dass imHandumdrehen alle Wünsche „verwünscht“ sind, weil keiner im Haus ahnt, was die Elfe ihm/ihr eingebrockt hat. 

Der Butler und die Elfe

Saison 2004, Bubblegum und Brillanten,  Jürgen Baumgarten

Sir George plagen die Schulden. Finanzielle Besserung ist in diesem Leben nicht mehr in Sicht. Als Ehrenmann alten Schlages hat er daher den einzigen, einem wahren Gentleman möglichen Entschluss gefasst: Er will seinem Leben ein Ende setzen. Lady Ellen, seine Gattin, will diese Reise mit ihm zusammen antreten. Doch Selbstmord ist nicht so einfach und einiges geht schief. Als Sir George dann erfährt, dass seine Versicherung bei Selbstmord keinen Cent zahlt, muss er seine Pläne ändern. Ein bezahlter Mörder muss her! Doch der will natürlich auch einen Gegenwert für seine Leistung. Sir George verspricht ihm einen wertvollen Brillantring. Einen Schmuckgegenstand, der so aussieht, findet er in einem Kaugummi-Automaten. Das Stück spielt nicht von Ungefähr in England: Die Personen sind britisch-spleenig und schwarzer britischer Humor scheint überall durch.

Bubblegum und Brillanten

Saison 2005 Das Gespenst von Canterville, Fassung Wiegand

Sir Simon de Canterville ist verdammt auf Schloss Canterville Nacht für Nacht als Gespenst zu erscheinen. Doch Lady Canterville, die etwas exzentrische Nachfahrin von Sir Simon – aus finanziellen Gründen dazu genötigt – schafft es, das Haus zu vermieten, mitsamt Butler Benson und Ellie, die demütig aber zugleich auch etwas ängstlich dem Gespenst dienen. Immerhin hat das Gespenst verstanden, bisher jeden potenziellen Mieter zu vergraulen, oder ihm direkt den Kopf abzuschlagen.

Mit der Familie Otis hat Lady Canterville nun aber Glück, die Familie ist mit Gespenstergeschichten nicht zu beeindrucken und mietet das Anwesen mitsamt dem friedlosen Geist. Sir Simon ist erbost über die ihm erwiesene Respektlosigkeit. So erscheint er künftig nur noch der Tochter Virginia, die Mitleid mit der Geistererscheinung hat. Doch Virginia muss sich ausgerechnet in George de Malvosin verlieben.

Er ist der Nachfahre von Sir Simons Widersacher Geoffrey de Malvosin und war damals Schuld an Sir Simons Schicksal.

Saison 2006, Weekend im Paradies, Arnold und Bach. 

Berlin, 1930, Samstagvormittag im Ministerium. Regierungsrat Dittchen, sonst immer der erste an seinem Platz, kommt zu spät ins Büro. Dass er mal wieder nicht befördert wurde, hat er reichlich begossen – mit ungeahnten Folgen.

Die Kollegen rüsten sich schon fürs Wochenende am Schnakensee. Die Abgeordnete Haubenschild hat gerade einen umfangreichen Bericht über die empörende Sittenlosigkeit im dortigen Hotel „Zum Paradies“ abgeliefert. Ein Hotelnachbar namens Badrian beschwert sich. Dittchen wittert die Chance, endlich „Initiative“ zu zeigen. Freilich ahnt er nicht, dass er im „Paradies“ das komplette Ministerium antrifft, samt falscher „Gattinnen“. Turbulenzen und Peinlichkeiten, die ihm genügend Stoff zur Profilierung liefern – wenn auch anders als geplant.

Als sich am Montag drauf im Amt der neue Ministerialdirektor Dr. Grimmeisen aus Kassel vorstellt, erleben die gebeutelten Wochenendkavaliere vollends ihr blaues Wunder…

Saison 2007 Der Geisterzug

Auf einem gottverlassenen Grenzbahnhof an der amerikanisch-kanadischen Grenze finden sich in einem schäbigen Warteraum einige Reisende zusammen, die durch Teddie Deakins Schuld den Anschlusszug verpasst haben. War es denn wirklich nötig, gleich die Notbremse zu ziehen, nur weil sein Hut zum Fenster hinausflog? Nun sitzen sie nachts in diesem winzigen Kaff fest, denn der nächste Zug fährt erst am anderen Morgen. Ein Hotel gibt es hier nicht, das nächste Haus ist meilenweit entfernt, und es regnet in Strömen.

Die Reisenden sind also gezwungen, die Nacht in diesem völlig vergammelten Warteraum zu verbringen. Die Stimmung ist nicht die beste, zumal Teddie den Reisegefährten durch sein albernes Benehmen auf die Nerven geht. Auch der Stationsvorstand Saul Hodgkin trägt mit seiner Erzählung vom Geisterzug nicht gerade zur allgemeinen Erheiterung bei. Es soll hier nämlich spuken: In manchen Nächten klingt auf einmal die Signalglocke, und es fährt ein Zug vorbei, mit knirschenden Bremsen und gellendem Pfeifen. Gibt es diesen gespenstischen Zug tatsächlich? Die Reisenden werden es schon bald wissen…

Saison 2008. „Der 75. Geburtstag, von Walter G.Pfaus“

Im Hause Breimeier soll der 75. Geburtstag der Oma gefeiert werden. Luise, die Schwiegertochter, hat alles organisiert. Sie will, daß es ein schönes Fest wird, und das nicht ohne Hintergedanken. Sie will Oma und Opa ins Altersheim abschieben, und das soll an diesem Tag mit der Verwandtschaft besprochen werden. Alles hat sich Luise wundervoll vorgestellt. Doch dann kommt es ganz anders. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen, wie dieses Fest gefeiert werden soll. Besonders die Jubilarin. Außerdem spricht sie nicht mit ihrem Mann, und den jungen Pfarrer will sie auch nicht sehen. Der Opa hat nur Unsinn im Sinn, weil es ihm nicht paßt, daß er nicht der Mittelpunkt ist. Jochen, Luises Mann, betrinkt sich. Der Pfarrer versucht sein Bestes, aber er kennt die Jubilarin noch nicht. Der Bürgermeister hat eine Geburtstagsansprache vorbereitet, aber er kann gerade mal einen Witz erzählen. Und am Schluß haben Oma und Opa noch eine dicke Überraschung parat.

Saison 2009 Meine Leiche, Deine Leiche, Christine Steinwasser

Der Unternehmer Albrecht Greifenbrecht lässt alle Menschen in seiner Umgebung spüren, dass sie ihm egal sind und er die Macht und das Geld hat. Ob das seine Ehefrau und Tochter sind, die unter seinem Despotismus und Geiz leiden oder der Buchhalter, der zuwenig Gehalt bekommt oder sein Kompanion, dem die Anerkennung fehlt. Sie alle wollen ihn umbringen und jeder einzelne findet eine Möglichkeit, den Plan in die Tat umzusetzen. Unabhängig voneinander versuchen dann alle, die Leiche verschwinden zu lassen, was die Hausmeisterin ziemlich verwirrt und die Arbeit der Kommissarin und ihres trotteligen Assistenten sehr erschwert. Erst als der Verdacht dann auf die beiden einzigen Unschuldigen fällt, plagt die „Mörder“ ihr Gewissen und einer nach dem anderen gesteht. Wer hat nun letztendlich die schaurige Tat begangen?

Saison 2010, Die Spanische Fliege, Arnold und Bach

Paula, ein junges Mädchen aus gutem Hause, trifft sich heimlich mit einem Rechtsanwalt. Ihr Herr Papa hatte in jungen Jahren eine Liebschaft mit einer Tänzerin. Dies blieb nicht ohne Folgen und bescherte ihm monatliche Unterhaltszahlungen, die er natürlich vor seiner Frau- Vorsitzende des örtlichen Sittlichkeitsvereins- geheim halten muss. Nun erscheint der von der Mutter für Paula ausgewählte Schwiegersohn, den ihr Papa für seinen unehelichen Sprössling hält. Schon geht alles drunter und drüber. Ein heiterer Schwank über Sittlichkeit, Anstand, Tugend und Senf.

Die Spanische Fliege von Arnold und Bach wurde im Jahre 1913 uraufgeführt und war gleichzeitig das erste Stück einer langen Reihe von heiteren Schwänken und Komödien der beiden Autoren. Die Spanische Fliege ist regelmäßig auf den Spielplänen deutscher Bühnen zu finden. Zahlreiche Dialektfassungen sind durch die Fernsehübertragungen aus dem Millowitsch- und Ohnsorg-Theater einem breiten Publikum bekannt geworden.

2011 Die Mausefalle, Agatha Christie

Endlich ist es soweit. Mollie und ihr Mann Giles erwarten ihre ersten Gäste. Von der jüngst verstorbenen Tante hat Mollie Ralston ein Haus geerbt. Unternehmungslustig wie sie ist, hörte sie nicht auf ihren Mann, der das Haus lieber verkaufen wollte, sondern hat es zu einer Pension eingerichtet. Heute ist es also soweit. Monkswell Manor, wie sie ihre Pension genannt haben, wird eröffnet. Es haben sich auch schon einige Gäste angekündigt. Es ist ein lausig kalter Wintertag. Und der beschert den beiden neben den erwarteten auch einige unangemeldete Besucher….

Saison 2012, Rettet Elektra, Peter Schottke

Als durch einen verdorbenen Hackbraten in der Kantine des Theaters allen Schauspielern übel wird und sie ein ärztliches Auftrittsverbot erhalten, sieht Winfried der Inspizient die Chance, zu beweisen, das auch eine Backstage Crew in der Lage ist, das Stück auf die Bühne zu bringen. Alle müssen ran, Garderobe und Maske, Beleuchtung und Souffleuse, eine zufällig anwesende Hospitantin und selbst die Köchin — alle müssen auf die Bühne, um das Stück, um Elektra zu retten. Dabei muss jeder bis zu drei Rollen übernehmen, aber trotzdem noch seine gewohnten Aufgaben als Maskenbildner, als Souffleuse und Beleuchter erledigen. Ausgerechnet in dieser Vorstellung sitzt der „Reißwolf“, ein Theaterkritiker, der für seine gnadenlose Urteile bekannt ist. Es gelingt mit Mühe, das Stück auf die Bühne zu bringen und das Chaos zu bändigen. Und am Ende kann doch der eine oder andere Erfolg gefeiert werden.

Saison 2013, Kein Problem, Herr Kommissar, Jack Popplewell

Hausmeistergattin Henny Hopkins ist eine begnadete Amateurdetektivin. Als in der Firma,in der sie sauber macht, ein Teilhaber nach dem anderen stirbt, schlägt ihre Stunde. Spielend klärt sie alle 3 Morde auf, auch wenn sie den Kommissar dabei nervt…sie lässt nicht locker bis sie alles restlos aufgedeckt hat. Morde sind für Henny Hopkins kein Problem. Mit Ihrer Nichte Amy macht sie sich ans Werk. Trotz Verbot von Kommissar Baxter, sich in den Fall einzumischen, kommt sie dem Mörder immer näher.

Saison 2014, Familie Hannemann
Tante Jutta aus Kalkutta, ein Schwank in 3 Aufzügen, von Max Reimann und Otto Schwarz

Auch einem Rechtsanwalt kann das mal passieren! Hans Hannemann, ein flotter Lebemann, war vor einigen Jahren einmal gehörig in der Klemme und wusste weder ein noch aus. In großer Not schrieb er seiner Tante Jutta aus Kalkutta und bat um Geld. Aber statt des erhofften Geldregens kamen von der klugen Frau nur gute Ratschläge: „Du musst dir ein braves Frauchen nehmen, die nach dem Rechten sieht, damit Ordnung in deine Wirtschaft kommt. Ein Junggeselle vergeudet zu viel! Hans erfindet kurzer Hand eine kleine Familie. Doch eines Tages steht Tante Jutta aus Kalkutta persönlich vor der Tür und möchte sich von der kleinen Familie selbst ein Bild machen. Nun heißt es, erfinderisch werden.

Saison 2015, ich glaub, hier spukts.

In einem alten Schloss leben vier Geister aus verschiedenen Jahrhunderten. Als der Schlossherr, Herr von Hohenfels, beschließt, sein Anwesen aus Geldnot zu verkaufen, werden die Geister aktiv und spuken durchs Schloss, um alle Interessenten zu vergraulen. Nicht nur, weil sie um ihr Zuhause fürchten sondern auch weil sich Greta, die jüngste unter den Geistern, in den Schlossherrn verliebt hat. Ihr liegt so viel an ihm, dass sie alles unternehmen möchte, um zu einem neuen Leben zu gelangen. Dabei sind ihr Franziskus (ein Minnesänger aus dem 12. Jahrhundert), Johanna (eine Piratenbraut aus dem 14. Jahrhundert) und Gérard (ein Künstler aus dem 19. Jahrhundert) behilflich. Als sich plötzlich ein Immobilienmakler mit seiner Frau für das Anwesen interessiert, wird es für die Geister brenzlig, da die beiden das Schloss um jeden Preis erwerben und anschließend abreißen möchten. Die Geister entschließen sich, den nächsten Interessenten für das Schloss zum Kauf zu verhelfen. Die lassen auch nicht lange auf sich warten. Das Ehepaar König, ein Koch und seine Frau, möchte aus dem Schloss ein Hotel machen. Die Geister zeigen sich ihnen und unterstützen sie beim Kauf. Im Gegenzug verhilft Susanne, die Frau des Kochs, Greta zu ihrem neuen Leben. Dank des verborgenen Schatzes von Johanna, wird das Schloss vom Ehepaar König erworben. Greta und der Schlossherr werden ein Paar und die restlichen Geister ziehen sich zufrieden in den hinteren Teil des Schlosses zurück. Der Vorhang schliesst sich.

Saison 2016, Im Weissen Rössl

Der Zahlkellner Leopold liebt die Wirtin des Weißen Rössl´s, Frau Josepha Vogelhuber, geborene Steingruber. Diese hat aber nur Augen für den jährlich wiederkehrenden Berliner Rechtsanwalt Dr. Otto Siedler. Der hat wiederum ein Auge auf Ottilie geworfen, die Tochter des Berliner Fabrikanten Giesecke, der mit seiner Familie angereist ist. Aber Giesecke ist auf Dr. Siedler nicht gut zu sprechen, denn Siedler vertritt seinen Konkurrenten Sülzheimer, dessen Sohn nun auch am Wolfsgangsee auftaucht und ein Auge auf Klärchen wirft, der Tochter von Prof. Hinzelmann. einem Jugendfreund Gieseckes. Es kommt zu allerhand Verwicklungen und Auseinandersetzungen.

Saison 2017, Leinen los und volle Kraft daneben

Der Schnelldampfer Columbus geht anno 1924 auf große Fahrt von Bremerhaven nach New York. An Bord sind viele wichtige Leute, vor Hochstaplern und Abzockern wird gewarnt. Vertauschte Identitäten, ein verliebter Kapitän, bestechliche Offiziere. Jeder spielt seine Rolle so gut er kann. Dann ist da noch der Seemann, der dringend nach New York muss. Verkleidet als Frau hofft er, nicht entdeckt zu werden. Doch leider verliebt sich der Kapitän in das tolle Fahrgestell der vermeintlichen Dame.  Der Zahlmeister Mückendorf und der Steward Scheuchstober sind den Betrügern zwar dicht auf den Fersen, können aber nichts beweisen. Erst in New York offenbart sich die volle Wahrheit. Manchmal platzen Träume eben. Dennoch nimmt die Geschichte eine positive Wendung. Das war 2017 im Theater Nikolassee

Saison 2018, Immer Ärger mit den Alten, Michael Brett

Sensationsreportagen und die Rührseligkeit ihrer Leser haben den Redakteuren einer englischen Provinz-Zeitung eine Suppe eingebrockt, die sie nun selber auslöffeln müssen: der achtzigste Hochzeitstag zweier Hundertjähriger, der unter Anteilnahme des ganzen Landes mit Rundfunkinterviews und Schlagzeilen im”Royal Park Hotel” gefeiert werden soll, lässt die Journalisten in einnerven-zermürbendes Abenteuer geraten, das sie so bald nicht vergessen werden.  die beiden Alten sind durchaus nicht das ideale Jubelpaar, wie es in den Zeitungsberichten geschildert worden ist, sondern kratzbürstige und eigensinnige Typen, die sich streiten, ihre Betreuer tyrannisieren und mit verblüffend komischen Schilderungen aus ihrem langen Eheleben in Erstaunen setzen. 

Theater Nikolassee
Kirchweg 6
14129 Berlin
theaternikolassee@gmail.com